Wann und wie beginnen?

Was bedeutet Meditation und welche Formen gibt es?

Der Begriff Meditation kann von zwei Wortstämmen hergeleitet werden, einmal vom lateinischen meditatio bzw. meditari – nachsinnen, überlegen und zum anderen vom griechischen medomai – denken, sinnen. Auch wenn wir Meditation hauptsächlich mit den asiatischen Religionen in Verbindung bringen, so gibt es auch im Christentum Meditation. Allerdings bedeutet es nicht, dass Meditierende zwangsläufig einer bestimmten Religion angehören. Es gibt passive Formen der Meditation, die im Allgemeinen im Sitzen ausgeführt werden Daneben gibt es aktive Formen der Meditation. Hier gehört die Bewegung in Form von Rezitationen oder achtsamen Handeln zur Praxis.

Grob zusammen gefasst gibt es diese Arten von Meditation:

Stille- und Ruhemeditationen – diese Art der Meditation ist hauptsächlich im Christentum verbreitet. Ziel ist es das meditative Bewusstsein und das Bewusstsein im Alltag zueinander zu bringen, im Grunde, den meditativen Zustand im Alltag zu erleben.

Achtsamkeits- und Einsichtsmeditationen – die (bei uns) bekanntesten Formen dieser Meditationsart sind Vipassana und Zazen. Beide haben das nicht wertende Gewahrsein in diesem Moment ohne an Gefühlen und Gedanken haften zu bleiben. Auf Achtsamkeit werde ich mich vorrangig konzentrieren.

Konzentrationsmeditationen – hier wird sich auf einen „Gegenstand“ konzentriert. Diese Art der Medition arbeitet zum Beispiel mit Visualisierungen. Chakrameditionen gehören zum Beispiel zu dieser Form. Ziel ist es, den Geist durch die Konzentration zur Ruhe zu bringen. Man kann diese Form der Meditation zum Beispiel auch vor einer Achtsamkeitsmeditation anwenden, wenn man innerlich zu aufgebracht ist.

Transzendentelle Meditationen – Bei der transzendentalen Meditation wird mit einem einfach Mantra meditiert, ohne den „Umweg“ über Konzentration oder Kontemplation. Begründet wurde diese Meditationsart von Maharishi Mahesh Yogi, einem indischen Lehrer. Bei richtiger Anwendung soll eine große Stille mit gleichzeitiger höherer Wachheit erreicht werden.

Meditationen mit Bewegung – es gibt auch Meditationsformen, die nicht im Sitzen ausgeführt werden. So gibt es zum Beispiel Yoga-Meditationen. Auch kann Kampfsport als eine Form der aktiven Meditation gesehen werden. Im Zen Buddhismus gibt es ebenfalls viele Varianten, wie zum Beispiel die Gehmeditation.

Wann meditiert man am besten?

Das ist ganz unterschiedlich. Wichtig ist für die passiven Meditationen, dass man die Möglichkeit hat für die formelle Praxis, einen Ort aufzusuchen, an dem Ruhe herrscht. Ruhe bedeutet nicht Stille. Ruhe bedeutet, kein hektisches Treiben, keine Unterbrechungen. Die aktiven Formen kann man wesentlich besser in den Alltag einbinden, sowohl als formelle Praxis, z.B. in Form einer Gehmeditation oder informell durch achtsames Handeln im Alltag.

Egal wann und wie man beginnen möchte, es sollte zunächst tatsächlich in Form der formellen Praxis stattfinden. Es ist wesentlich einfacher die Übungen zu machen und das Handwerkszeug dann in den Alltag zu übernehmen, als andersherum. Ein bisschen als würde man sich zunächst etwas Theorie aneignen und dann in die Praxis umsetzen.

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